Interview mit Christoph Büchi, Mitinhaber Büchi AG

OPO Oeschger: Sie verwenden fast ausschliesslich FSC- und PEFC-zertifizierte Hölzer – geht der Impuls zur Nutzung von nachhaltigen Materialien von Ihnen als Fachmann aus, oder ist das auch ein klarer Anspruch Ihrer Kunden?
Christoph Büchi: Im öffentlichen Bereich – Spitäler, Schulen – gibt es natürlich gesetzliche Vorschriften zur Nutzung zertifizierter Hölzer. Beim Innenausbau gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, Hölzer aus Übersee zu benutzen. Im Aussenbereich dagegen,  beispielsweise im Terrassenbau, kann der Einsatz von zertifizierten Tropenhölzern sinnvoll sein.

Welche Rolle spielt die Materialwahl beim Trend zu offenen Küchen als Teil des Wohnbereiches?
Es kommen neue gestalterische Elemente hinzu, die Beleuchtung spielt eine grössere Rolle, und die Materialwahl geht in eine hochwertigere Richtung. Und auch Griffe und Beschläge müssen natürlich zur Farbsprache des Wohn-Ess-Bereiches passen. Dadurch verändert sich insgesamt die Optik – mehr hin zum Möbel, weg vom Küchenlook.

Welches ist das aussergewöhnlichste Material, mit dem Sie in den letzten Jahren gearbeitet haben?
Wir haben vor einigen Jahren einmal mehrere Küchen komplett mit Glasfronten gemacht – ein Trend, der aus Italien kam. Aus handwerklicher Sicht wesentlich extravaganter war der Innenausbau eines Hotels, bei dem wir für die Holzfronten durchgehend Apfelbaum-Furnier eingesetzt haben, was vom Furnierbild her sehr anspruchsvoll ist.

Welche Herausforderungen im Küchenbau bringen neue Geräte aus Profiküchen mit sich, die zunehmend auch in «normalen» Küchen zu finden sind?
Neben Kochfeldern und Backofen müssen jetzt Steamer, Wärmeschublade, Vakuumschublade, Weinkühler, integierter Dunstabzug  Plasmafilter und Küchenarmaturen, die kochendes, warmes, kaltes und sprudelndes Wasser bereitstellen, integriert werden. Allein die dafür notwendige Stromversorgung sorgt dafür, dass die Installationsplanung heute viel früher, eigentlich schon im Rohbau, erfolgen muss.

Welche Rolle spielt die Sortimentsbreite der Beschlagslösungen von BLUM bei der Realisierung Ihrer Kundenwünsche?
Hier spielt die Praxistauglichkeit der BLUM-Entwicklungen eine grosse Rolle. Nehmen Sie zum Beispiel die Frontklappenlösungen, die BLUM mit dem Aventos HK-Programm bereitstellt. Ähnliches gab es teilweise zuvor schon, aber wenn BLUM etwas auf den Markt  bringt, dann weiss man, dass es ausgereift ist und funktioniert. Genauso ist es bei der LEGRABOX, mit der BLUM wirklich einen neuen Massstab bei den Möglichkeiten der Küchenplanung gesetzt hat.

Wie wichtig sind Ihren Kunden Eigenschaften wie Exaktheit und Laufruhe der BLUM-Beschläge?
An der Reaktion beispielsweise auf die BLUMOTION Dämpfungssysteme merken wir genau, ob sich jemand zuvor schon mit diesem  Thema befasst hat: Für diejenigen, die diese Qualitäten bereits kennen, ist es ein Muss und sie fragen gezielt danach. Die, die es noch nicht kennen, sind jedes mal erstaunt, dass es so etwas Tolles gibt.

Zwar ist das gesamte Sortiment online verfügbar – nutzen Sie trotzdem bei der Küchenplanung den BLUM QuickFinder?
Auch wenn wir einen Grossteil der Beratung, Planung und Bestellung online machen, hat die gedruckte Form des QuickFinder ihre Vorteile. So hat es sich unter anderem als praktisch herausgestellt, dass die unterschiedlichen Legrabox-Bauhöhen im QuickFinder auf einen Blick sichtbar sind.

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