„Wir greifen auf das große Angebot in ganzer Breite zurück“, betont Kevin Säger von der Schreinerei Roland Säger GmbH. „Hier werden wir immer fündig.“

Deutscher Mittelstand

Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie gelten als Rückgrat der deutschen Wirtschaft, erwirtschaften sie doch mehr als die Hälfte der Wertschöpfung und stellen fast 60 Prozent der Arbeitsplätze bereit. Vital sind Betriebe wie die Schreinerei Säger auch deshalb, weil sie Zulieferer wie OPO Oeschger haben.

 

Die Mannschaft der in Grafschaft-Holzweiler ansässigen Schreinerei (Bild: Roland Säger)

Kevin Säger wird die zweite Generation sein. Dass er es wird, hat er vor Jahren bewusst entschieden. 1989 hatte sein Vater die Schreinerei Säger gegründet. In der Grafschaft-Holzweiler. Ländlich, fast idyllisch ist es hier. Dank Autobahn jedoch ist man in zehn Minuten in Bonn, zwanzig braucht man nach Köln. Richtung Süden geht es ins Ahrtal, eines der schönsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Ab 89 also stellte sich Roland Säger hier als Einmannbetrieb dem Markt. Mit klassischen Leistungen eines Bauschreiners wie dem Deckenbau oder dem Setzen einer Tür. Er arbeitete sich hoch. Schritt für Schritt. Aus dem Betrieb wurde eine GmbH, erste Angestellte kamen hinzu, dann Auszubildende. Irgendwann fing Roland Säger an, sich auf den Möbelbau zu konzentrieren. Seinem Sohn ließ er bei all dem die Zeit, sich peu a peu in alle Prozesse einzuarbeiten. Dass er den Betrieb übernehmen wird, hat sich Kevin Säger gründlich überlegt. Praktika in verschiedenen Betrieben und Branchen waren dem vorausgegangen. Dann die Entscheidung für die Schreinerei. Nun machte er auch seinen Meister. Auch in der regionalen Innung will er sich künftig mehr engagieren. Mit einem Satz: Kevin Säger ist in seinem Beruf angekommen.

Hauptstandbein Privatkunde

Heute werden in der Schreinerei Säger zu 90 Prozent Möbel gebaut. Bauschreiner ist der Betrieb nur noch für die langjährige Stammkundschaft. Die Möbel gehen zum Großteil an Privatkunden – in der unmittelbaren Umgebung, vor allem aber nach Köln und Bonn. „Oder Puhlheim, wo wir in mancher Straße in jedem dritten Haushalt waren“, berichtet der Juniorchef. Etwa 20 Prozent der Möbel werden für öffentliche oder gewerbliche Kunden wie Kliniken oder Ladenlokale gebaut. Seit über siebenundzwanzig Jahren besteht zum Beispiel auch eine Geschäftsbeziehung zu einer Seniorenresidenz in der Nähe. Die gemeinnützige GmbH betreibt 26 Häuser in ganz Deutschland, für die Säger ganzjährig Appartmenteinrichtungen fertigt. Dabei geht es um Standards, die meist aus einer kleinen Küche und verschiedenen Schränken wie einem Flur-, Kleider- und Serviceschrank bestehen. Haus- und Hofschreiner ist Säger auch für mehrere belegärztliche Privatkliniken im Herzen der Domstadt. Außerdem setzt man Projekte mit Innenarchitekten wie „stanke interiordesign“ oder „anne wahlen innenarchitektur“ um. Nicht zuletzt gibt es den Installateurbetrieb von nebenan, der anruft, weil er eine Waschtischplatte braucht, auf der er sein Waschbecken montieren kann.

Bei der Hauptklientel der Schreinerei Roland Säger: Ankleidezimmer bei einem Privatkunden (Bild: Roland Säger)

Fündig werden

Für den Möbelbau von Säger ist OPO Oeschger der Hauptlieferant bei Beschlägen. Fast schon kann man von Allein-Lieferant sprechen. Das hat Gründe. „Erst einmal muss man sagen, dass wir auf das große Angebot in ganzer Breite zurückgreifen“, betont der Juniorchef. „Hier werden wir immer fündig. Seien es Zargenauszüge, Topfbänder, Verbinder, Bodenträger, Klappenscharniere, Bremsklappenhalter mit Stahlseil oder Möbelgriffe – wir beziehen alles, was wir in und um Möbel herum einsetzen von OPO, selbst Leuchtmittel.“ Während sein Vater zur Bestellung lieber den Katalog nutzt, ist es bei ihm der Onlineshop. „Weil hier die Preise immer auf dem neuesten Stand sind“, begründet er. „Auch das Suchen in den einzelnen Sparten ist sehr bequem.“ Ist er fündig geworden, ließen sich die Artikel schnell bestellen. „Natürlich haben wir auch viele Komponenten, die wir standardmäßig verbauen. Diese wiederkehrenden Dinge sind im Account hinterlegt, sodass ich sie mit einem Klick bestellen kann.“ Sucht Säger etwas Neues, etwa den Beschlag für eine Schiebetür, blättert er auch gern im Katalog, um sich Anregungen zu holen. „In der Werkstatt mache ich das oft mit meinen Mitarbeitern. Die Jungs haben schließlich viel Erfahrung.“

Tauschen sich pro Woche mindestens zweimal aus: Alexander Lucas (links) und Kevin Säger (Bild: OPO Oeschger)

Worauf Verlass ist

Bei Produkten, die er noch nicht so gut kennt, hat der Juniorchef eine weitere Option: „Ich rufe Herrn Lucas an“, sagt er. „Ohnehin telefonieren wir regelmäßig. Bestimmt zweimal die Woche.“ Meist klärt er seine Fragen mit dem Verkaufsberater Innendienst schnell ab. Bleibt etwas offen, holt sich Alexander Lucas die nötigen Informationen vom Hersteller und gibt sie direkt weiter. „Es ist also nicht nur der Beschlag, den ich an verschiedenen Stellen kaufen könnte“, betont Säger. „Es geht darum, dass mir geholfen wird. Und darauf kann ich mich verlassen.“ Ein Beispiel sind Auszüge von Hettich, die gern in Holzweiler eingesetzt werden. Bestellt hatte Säger hier immer den Quadro V6 4D. Als ihn der Hersteller aus dem Programm nahm, gab es erst einmal keinen direkten Nachfolger. „Also habe ich Herrn Lucas angerufen. Und noch am selben Tag hatten wir eine Lösung“, berichtet Säger. Inzwischen werden die Beschläge, weil sie nicht mehr via Shop verfügbar sind, unkonventionell per E-Mail bestellt. „Herr Lucas ordert die Auszüge dann direkt bei Hettich.“ Dass er bei einem anderen Zulieferer hier auf verlorenem Posten gewesen wäre, ist sich Säger sicher. Die persönliche Betreuung sei daher besonders wichtig. „Oft spare ich mit einem Anruf viel Zeit“, betont er. „Bekomme ich Herrn Lucas mal nicht ans Telefon, spreche ich einfach auf die Mailbox. Noch am selben Tag ruft er zurück. Darauf ist Verlass.“

Alles, was der Kunde braucht

Onlineshop, Telefon und Katalog sind für Säger die wichtigsten Informationsquellen. Hinzu kommen aber auch Broschüren oder Anleitungen, die OPO bei Neuheiten regelmäßig bereitstellt. „Gibt es zum Beispiel neue Montageanleitungen, geben wir sie schnell an den Kunden weiter. Auch einen Zwischenkatalog mit Quickfinder bringen wir heraus“, berichtet Lucas. „Um dies zeitnah an den Neuheiten tun zu können, sind wir im ständigen Kontakt mit den Herstellern.“ Für Säger hat diese Aktualität noch einen weiteren Vorteil: den bei seinem Kunden. „Wenn wir vor Ort sind, habe ich ausschließlich den Katalog dabei. Denn hier findet der Kunde alles, was er braucht.“ Aber nicht nur das, der Kunde hat auch Transparenz. „Er sieht im OPO-Katalog nämlich die unverbindliche Preisempfehlung für Endverbraucher während sie andere Zulieferer nicht abbilden“, weiß der Juniorchef. „Unsere Kunden sind preisbewusst, und mit der Preisangabe sind sie vor Überraschungen gefeit. Wir wiederum haben Planungssicherheit, weil der Kunde die Komponente später nicht abwählt.“

„Das klappt sehr gut“

OPO Oeschger ist heute schlichtweg der Lieferant für Säger. Ein triftiger Grund ist – neben den Tatsachen, dass alles Erforderliche bestellt werden kann und fundierte Informationen fließen – die Anlieferung. „Per DPD bekommen wir Waren bis 2,5 m Länge im Expressversand geliefert, über 2,5 m per Spedition“, geht Säger ins Detail. „Ist ein Splitten der Bestellung erforderlich, etwa weil ein Schiebetürbeschlag länger als 2,5 m ist, macht Herr Lucas das automatisch. Dann kommt der Beschlag eben mit der Spedition und alles andere über DPD-Express.“ ,Express‘ bedeutet dabei im Klartext: Wird das Material bis vierzehn Uhr bestellt, ist es am nächsten Tag in der Grafschaft. „Das klappt sehr gut“, resümiert der Juniorchef. Basis ist die jahrelange Zusammenarbeit mit Transportpartnern wie eben dem DPD. „Natürlich gibt es für die Sendungen auch Trekking-Nummern, sodass wir genau wissen, wo sich das jeweilige Paket befindet“, sagt Lucas. „Sollte etwas nicht stimmen, reagiert sofort unsere Dispo in Villingen-Schwenningen und stimmt dies mit dem Kunden ab.“

Kevin Säger (links) und  Alexander Lucas  (Bild: OPO Oeschger)

Weiteres Potenzial absehbar

Triftige Gründe, weshalb sich Säger fast vollumfänglich von OPO beliefern lässt, gibt es also mehrere: „Die Prozesse sind eingespielt. Die Kommunikation passt, der Service stimmt. Es läuft nahezu perfekt. Funktioniert mal etwas nicht optimal, wird es besprochen und geändert“, sagt Säger. Der – das bleibt bei all dem zu ergänzen – auf immerhin 60‘000 Artikel zurückgreifen kann. Seine Energie kann der Juniorchef daher auf andere Dinge konzentrieren. Und davon gibt es einige. So kommt schon bald eine neue vertikale CNC samt Korpusgenerator im Haus. Geplant ist zudem ein Hallenanbau sowie der Kauf einer liegenden Plattensäge. Dass Kevin Säger als die nächste Generation auch in Software investieren wird, liegt auf der Hand. Über eine einschlägige Branchensoftware werden dann mit Sicherheit weitere Möglichkeiten des Datenaustauschs mit OPO Oeschger eröffnet. Vital, im Mittelstand.

Roland Säger GmbH
Kevin Säger
Vettelhovener Straße 140
53501 Grafschaft-Holzweiler
Telefon:  +49 2641 31242
E-Mail:    info@schreinerei-saeger.de
Web:       www.schreinerei-saeger.de

 

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