„Entscheidend sind für uns der hervorragende Online-Shop, die Professionalität der Abläufe sowie die hohe technische Kompetenz der Ansprechpartner.“

 

Zu Besuch beim HBZ Plus in Hasselroth.

Das HBZ Plus unterstützt handwerkliche und industrielle Betriebe der Holzbearbeitung mit dem Zuschnitt von Plattenwerkstoffen sowie der Produktion von Halbfertigteilen. Ab Losgröße 1 werden individuelle Projekte in hoher Schnittqualität zu attraktiven Preisen bearbeitet. Partner für die Möbelproduktion und den Messebau ist OPO Oeschger.

Das Team von HBZ Plus. (Bild: OPO Oeschger)

Die Welt der Schreiner verändert sich. Noch vor 25 Jahren gab es wenig Betriebe, die Leistungen zukauften. Das Credo war: Ein Handwerker fertigt alles selbst. Und das bei einem oft sehr breiten Leistungsspektrum. In den letzten zehn, fünfzehn Jahren hat sich das grundlegend gewandelt. „Angenommen, ein Schreiner betreibt einen älteren Maschinenpark. Diesen in allen Schritten zu modernisieren, um digitalisiert zu fertigen, birgt natürlich ein Investitionsrisiko“, nennt Thomas Kistner, Geschäftsleiter von HBZ Plus, einen der Gründe. „Mancher Betrieb konzentriert sich daher auf einzelne Fertigungsschritte.“ Seiner Erfahrung nach nehmen Firmen auch oft einen Auftrag an und noch einen – in der Annahme, sie alle bearbeiten zu können. „Geht es mit der terminlichen Situation dann doch über ihre Kapazität, rufen sie bei uns an. Je nach Wunsch übernehmen wir nun die gesamte Produktion oder auch nur den Zuschnitt.“ Dass HBZ Plus kurzfristig in unterschiedlichem Umfang helfen könne, sei für diese Betriebe ein Riesenvorteil. Zumal sie außerdem Kalkulationssicherheit hätten: „Sie bestellen bei uns, bekommen ein Angebot und einen exakten Preis“, betont Kistner. Für die Fokussierung der Schreinereien auf ihre Kernleistungen und damit die Möglichkeit, ihre eigene Wertschöpfung gezielt zu optimieren, spricht für ihn noch eine Reihe weiterer Gründe. Zum Beispiel die angespannte Fachkräftesituation. Oder die große Materialvielfalt, die vom Endkunden gewünscht ist, die ein Schreiner aber nicht immer vorhalten kann.

HBZ Plus hat für holzbearbeitende Betriebe alle gängigen Holzwerkstoffe im Angebot, ergänzt um zahlreiche Exoten wie Kompaktplatten, Mineralwerkstoffe oder Verbundelemente. (Bild: OPO Oeschger)

Die Schnittstelle im Detail

 

HBZ Plus ist ein Zulieferer für holzverarbeitende Betriebe, der maßgeschneiderte Holzwerkstoffkomponenten von der Platte bis zum vormontierten Möbel bereitstellt. Bis 2019 noch als eine Abteilung des Holzgroßhandels Becher agierend, um hier intern Zuschnitte und einfache Bekantungsarbeiten auszuführen, wurde das Holzbearbeitungszentrum später als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. Die Gründe? Inzwischen waren die Anforderungen an die technische Ausarbeitung für den Holzgroßhandel einfach zu komplex geworden und spezialisierte Vertriebler mit holztechnischem Hintergrund wurden benötigt. Man musste fertigungstechnisch, strukturell und vom Leistungsumfang den neuen Anforderungen gerecht werden. Die Zeit für die Neuausrichtung war daher auch die für einen Standortwechsel: HBZ Plus zog von Maintal nach Hasselroth, was mit einer Erweiterung der Produktionsfläche von circa 1000 auf über 3000 m² verbunden war. Seither konzentriert sich das Holzbearbeitungszentrum auf die technische Ausarbeitung und Fertigung für Handwerks- und Industriekunden, während der Vertrieb primär über die zwölf Niederlassungen und die Logistik von Becher Holzhandlung läuft.

Stets der richtige Beschlag verfügbar

 

Heute stellt HBZ Plus den Kunden über den Zugang durch die Becher-Gruppe alle gängigen Holzwerkstoffe zur Verfügung, hinzu kommt eine Vielzahl von Exoten wie Kompaktplatten, Mineralwerkstoffe oder Verbundelemente. Für holzverarbeitende Betriebe, Schreiner, Messe-, Ladenbauer und Objekteure, aber auch die circa 20 Industriekunden von HBZ Plus reicht die Bearbeitungstiefe dabei von der Zulieferung der reinen Platte über den Zuschnitt auf Endmaß, die Bekantung und CNC-Bearbeitung bis zum vormontierten Möbel. „Während hier das Hauptprodukt die palettenliegende Lieferung von vorgebohrten Teilen mit Beschlägen als Bausatz ist, werden für den Messebau Wände, Böden, Ausstellungsmodule und komplette Messestände aus Holz hergestellt, ergänzt um ein standardisiertes, seriengefertigtes Messemöbelprogramm für den modularen Aufbau“, so Herrmann. Garant, dass hier stets der richtige Beschlag verbaut werden kann, sei OPO Oeschger.

Das Lieferspektrum von OPO Oeschger nach Hasselroth ist breit gefächert: Es reicht von Möbelbeschlägen jeglicher Art über Schubkästen bis zu Beleuchtungssystemen.

Die Schnittstelle für das Holzhandwerk: HBZ Plus in Hasselroth, unweit von Frankfurt am Main. (Bild: HBZ Plus)

Merlin Herrmann, Thomas Kistner und Rolf Jäger (von links). (Bild: OPO Oeschger)

Gemeinsame Schritte bei der Digitalisierung

 

Blickt man auf die laufende Zusammenarbeit der beiden Unternehmen, darf die fortschreitende Digitalisierung in Hasselroth nicht unerwähnt bleiben. Als erstes ist hier zu erwähnen, dass HBZ Plus in der Becher-Gruppe mit Digitalisierungsinitiativen stets vorangeht. Haben sich diese bewährt, werden sie auf die Gruppe ausgerollt. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Einführung von Proalpha mit dem Holzfertigungsmodul von LIT bei HBZ Plus, das eine professionelle Ressourcenplanung ermöglicht sowie eine hohe Kalkulations- und Termintreue gewährleistet. Künftig soll auch das Bestellwesen zu OPO Oeschger weiter digitalisiert und vereinfacht werden, um die Bestellprozesse noch effizienter zu gestalten. Einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung will HBZ Plus zudem mit „Imos“ gehen, der CAD/CAM-Software für den Möbel- und Innenausbau. Schon heute werden hier alle Artikel hinterlegt. Indem HBZ Plus die Datenbank des 3-D-Systems regelmäßig auf den neuesten Stand bringt, wird das Unternehmen weitere Beschlaghersteller und -varianten anbieten können. „Die zugehörigen CAD-Daten kann HBZ bei Bedarf von uns übernehmen“, sagt Jäger. Um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, entwickeln HBZ Plus und OPO Oeschger ihre Partnerschaft also stetig weiter. Die Basis dafür, heißt es aus Hasselroth, ist die Kombination aus leistungsfähigem Online-Shop und technischer Beratung durch erfahrene Mitarbeiter.